Unsere Reisen mit dem Wohnmobil

Als ich noch im Beruf stand, war es uns nur selten möglich, hin und wieder für mehr als sechs Tage auszubrechen. Auszubrechen aus dem Alltagstrott, der gewohnten Umgebung, Neues kennenzulernen und Erfahrungen zu machen, die außerhalb des Alltäglichen liegen. Damals beschränkten sich die Ausbrüche auf vier Wochen Jahresurlaub. In der Regel nie an ,,einen Stück", sondern in berufsbedingt ,,überschaubaren Portionen". Will heißen: Eine Woche oder bestenfalls zwei mit dem Pkw unterwegs. In einer Ferienwohnung, von der aus dann Tagesausflüge gestartet wurden. In alle vier Himmelsrichtungen.

Erst mit dem Eintritt in die Altersteilzeit und damit in den anschließenden ,,Ruhestand", hatten wir richtig Zeit, die nähere und weitere Umgebung unseres Dorfes zu erkunden. Erst mit dem Fahrrad, dann mit dem Pkw und (nach vielen Überlegungen und Hin und Her) mit dem ersten (gebraucht) gekauftem Wohnmobil. Wohnen auf engen Raum kannten wir beide - meine Frau und ich - noch aus Zeiten vor unserer Hochzeit. Damals war ich noch mit dem Boot unterwegs. Auf Weser und Elbe, auf Nord- und Ostsee.

Mit dem Bau der ersten eigenen Wohnung an meinem Elternhaus war es dann vorbei mit der Segelei. Das Geld aus dem Bootsverkauf wurde in Kalk und Zement gesteckt in Mauersteine, Fliesen und Farbe. Dann machten wir die Erfahrung, dass sich Alt und Jung schlecht vertragen. Wir wohnten erst zur Miete, später in einem Altbau von 1912 in Bremen-Nord mit Ofenheizung, ohne WC und Bad - der mit Hilfe von Gespartem und Krediten gekauft wurde.

Schulden abzahlen, Familie ernähren, kleine Kinder versorgen waren unser Ding zu der Zeit. An Reisen war nicht zu denken. Das wurde erst Jahrzehnte später wieder möglich. Als unsere Kinder größer und die Bankschulden kleiner wurden. Mit dem Pkw ging es damals quer durch Deutschland. Ferienwohnungen wurden zum vorübergehenden Domizil.

Nach zwei Jahrzehnten erfolgte der Umzug aus der Stadt aufs Land. Ich hatte ein Haus gekauft, dass der Alkoholsucht seines Besitzers zum Opfer gefallen war. Allerdings sehr renovierungsbedürftig. Daher echt kostenintensiv. Ferienreisen wurden zum Luxus, den wir uns wieder einmal nicht leisten konnten. Es wurde wieder einmal gespart und renoviert, modernisiert und ausgebaut. Nach zwanzig Jahren dann noch einmal ein Neuanfang. Aus dem Verkauf unseres Hauses und mit Gespartem hatten wir das Kapital für einen Neubau nach unseren Wünschen.

Wenige Monate später zogen wir in unser Traumhaus - aus Holz. Das leere Bankkonto wurde nach und nach wieder aufgefüllt. Es dauerte wieder ein paar Jahre, bis alle roten Zahlen schwarzen gewichen waren. Doch dann war es geschafft. Mit dem Eintritt in den ,,Un"ruhestand hatten wir nun ausreichend Zeit Deutschland und Europa näher kennen zu lernen. In den ersten Jahren mit einem Adria Coral SP. Der mit dem Doppelbett. Dann folgte ein Coral 660 SL,. der mit Einzelbetten. Das erwies sich als eine für uns bessere Lösung. Wenn man von kleinen ,,Macken" absieht, hat er uns nie im Stich gelassen, egal ob ihn Sonne, Regen, Eis oder Schnee traktierten.

Von diesen Reisen handeln die nächsten Seiten. Von Land und Leuten. Und von dem, was uns unterwegs begegnete, was uns erfreute oder (ganz selten) auch ärgerte.

Beschränkt habe ich mich dabei auf 'Touren in Deutschland. Vom Norden bis in den Süden, vom Westen bis in den Osten. Unsere Nachbarn wie die Niederlande, Belgien und Frankreich, Polen, Tschechien oder Dänemark, Norwegen und Schweden habe ich bewusst ,,außen vor" gelassen. Sie finden sich nur in einigen wenigen ausgewählten Bildern ohne Kommentar wieder.

Das ist die Crew vom Troll

Von links: Ingrid, Calle und Gerhard Dolata

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