Das Haus der Gerechten
Das Haus der Gerechten

Keine Zeit haben wir bei dieser Tour zur Besichtigung des Friesischen Brauhauses. Mit seinen Fassaden und 32 Meter hohen Türmen aus verspiegeltem Glas prägt es das Stadtbild. 1848 als kleine Privatbrauerei gegründet, steht das Friesische Brauhaus heute für traditionsreiche Braukunst und für das deutschlandweit bekannte Jever Pilsener. Während sich die Franzosen 1848 im Namen der Freiheit gegenseitig die Köpfe einschlugen, nutzten zur gleichen Zeit die Friesen dieselbe, um ein beispielloses Bier zu brauen. Wir nehmen uns vor, den Besuch auf einer Sommertour nachzuholen. Dazu gehört auch, dem „Haus der Getreuen von Jever“ in der Schlachtstraße 1, einen Besuch abzustatten. Bismarck, dem Gründer und erstem Kanzler des Deutschen Reiches, wurde in Jever schon immer besondere Ehre zuteil. Die „Getreuen von Jever“ schickten ihm alljährlich 101 Kiebitzeier zu seinem Geburtstag (die waren Kanzlers Lieblingsspeise). Im wenige Schritte entfernten Bismarckmuseum lebt die Geschichte um den ersten Kanzler wieder auf.

Stellplatz in Jever
Stellplatz in Jever

Als sich die Dämmerung ankündigt, machen wir uns auf den Rückweg zum Troll. Erreichen ihn trockenen Fußes. Genießen anschließend – Sie wissen es schon – Ostfriesenmischung, dann lege ich unsere Abdeckung über Front- und Seitenscheiben, noch bevor mich die neu aufziehende Regenfront erreicht. Drinnen wird’s gemütlich, und draußen klatscht wieder einmal der Novemberregen aufs Dach. Wenn’s morgen so weitergeht, dann ist die Heimfahrt angesagt.

Die Altstadt hat enge Straßen
Die Altstadt hat enge Straßen

Der nächste Morgen empfängt uns mit einem strahlend blauem Himmel. Ich würde gern noch einen Tag anhängen. Mein Ehegespons aber will Richtung Heimat. „So war’s doch gestern ausgemacht. Oder?“ Ich gebe nach und im Navi „Nach Hause“ ein. Troll setzt sich in Bewegung. Die letzte Reise in diesem Jahr geht zu Ende. Wir wechseln vom Wangerland ins Ammerland. Es dauert nicht lange und die Weser kommt in Sicht. Mit den Kühltürmen des Nordenhamer Atomkraftwerkes am Horizont. Dann geht’s „einen Stock tiefer“ durch den Wesertunnel, auf der anderen Seite ans Licht von Stotel. Über die Autobahnbrücke auf die ehemalige B 6 und heutige L 135. Der Kompass zeigt weiter in Richtung Süden. Auftanken ist angesagt. Schließlich soll Troll in die Winterpause. Und ein voller Tank rostet nicht. Gegen Mittag sind wir Zuhause. Zeit genug, um in aller Ruhe das Zuhause während der vergangenen Tage auszuladen. Der Rest der noch anstehenden Arbeiten wird morgen erledigt. Langsam hat uns der Alltag wieder.

Hier noch ein paar Fotos, die auf dieser Reise gemacht und im dazugehörigen  Text keine Berücksichtigung gefunden haben: