Auch Luther war hier
Auch Luther war hier

Nach der obligatorischen Tasse Tee machen wir uns in Richtung Altstadt auf die Socken. Wir haben wettermäßig Glück. Es ist trocken und immer wieder mal kommt die Sonne hinter den Wolken hervor. In der Stadt – das kennen wir noch von unserem ersten Besuch vor ein paar Jahren -  herrscht Leben wie in einem Textilgeschäft zur Schlussverkaufszeit. Die Tische vor den Restaurants sind gut besetzt - vor allem mit jungen Leuten. Wir gönnen uns in der Fußgängerzone der Oberstadt eine Schnitzelpfanne Marburger Art – jeder natürlich eine – und sind begeistert. Von der noch recht jungen Wirtin und ihrem frisch zubereitetem Essen und auch von der überaus freundlichen Art, mit der sie ihre Gäste bedient. Danach geht’s weiter durch die Stadt. Nur den Aufstieg zum Schloss schenken wir uns. Knapp 300 Treppenstufen. Das müssen wir uns nicht antun. Es geht auch per Bus, doch der fährt leider nicht alle halbe Stunde. Am späten Nachmittag geht’s zurück zum Troll. Beim ersten kräftigen Regenschauer des Tages finden wir Unterschlupf in der Auffahrt zu einer Hochgarage. Als es trocken ist, geht’s weiter. Der Tag klingt gemütlich aus. Na, Sie wissen es schon, mit Tee.

Weil Marburg wirklich sehenswert ist, hängen wir noch einen Tag dran. Der Morgen ist trocken, wolkenverhangen und kühl wie die Tage zuvor. Wir haben einen Mai, der einem April zur Ehre gereicht wäre. Kurz vor Mittag geht’s noch einmal in die Stadt. Und kaum zu glauben, gegen halb zwei traut sich die Sonne hervor. Verschwindet aber schon gute zwei Stunden später wieder hinter grauen Wolken. Aber immerhin, es bleibt den ganzen Tag trocken.

Der Stellplatz
Der Stellplatz

Gießen

Siehste, es geht doch. Am nächsten Morgen – am Freitag – ist der Himmel blau und die Sonne schickt zwischen weißen Wölkchen ihre Strahlen zur Erde. Es ist sommerlich warm und soll es nach dem gestrigen Wetterbericht auch bleiben. Die Fortsetzung der Tour führt uns heute – immer lahnabwärts – zur Universitätsstadt Gießen. Wir suchen den Parkplatz vor dem Hallenbad Ringallee mit fünf Stellflächen. Mit Strom aber ohne Frischwasser und Entsorgung. Zum Stadtzentrum sollen es 500 Meter sein. Daraus werden dann 800. Aber das kennen wir ja schon. In der siebtgrößten Stadt Hessens befinden sich einzigartige Wissenschaftsmuseen wie das Mathematikum oder das Originallabor von Justus Liebig, das Oberhessische Museum in drei historischen Gebäuden. Mitten in der City der 1609 angelegte Botanische Garten, grünes Kleinod und Ruhepol. Vor der Stadt das Kloster Schiffenberg als traditionelles Ausflugsziel im Grünen.