Drumherum ist ganz Ostfriesland

Mit dem Wohnmobil ans Große Meer im Brookmerland und nach Greetsiel auf der Krummhörn

Für die nächste Tour mache ich mich im Internet, im Stellplatzführer, in den einschlägigen Broschüren und Webseiten der Touristenbüros und Kommunen schlau. ,,Schon wieder nach Ostfriesland? Kann’s denn nicht mal wieder Büsum sein?“ protestiert meine Co-Pilotin. Ich aber will mich noch einmal in diesem Jahr in Ostfriesland umsehen und finde bei der Südbrookmerland-Touristik: ,,Die Gemeinde Südbrookmerland befindet sich im Städtedreieck Emden, Aurich und Norden, im Herzen Ostfrieslands und nah an der Nordsee. Die zentrale Lage bietet vielfältige Möglichkeiten für einen abwechslungsreichen und erholsamen Urlaub. Das Große Meer mit seinen schilfgesäumten Ufern mit ca. 460 ha Wasserfläche, ist ein herrliches Natur- und Wassersportparadies. Idyllische Ortschaften mit mächtigen alten Kirchen, liebevoll restaurierten Mühlen, eindrucksvollen Freilichtmuseen und modernen Einkaufszentren bieten für jeden Geschmack das Richtige. Überall erwarten Sie freundliche Gastgeber, die gemütliche Ferienunterkünfte für Sie bereithalten. Das angenehme Klima, die Ruhe und die herrlich frische Luft lassen Ihren Aufenthalt in Südbrookmerland zu einem gesunden und erholsamen Erlebnis werden“, verspricht die Werbung. Da will ich hin, will Abwechslung und Erholung, frische Luft schnuppern und fünfe gerade sein lassen. Ferienunterkunft brauchen wir nicht. Die haben wir immer mit dem Troll dabei.

Ansteuern will ich diese Oase der Erholung aber nicht auf direktem Weg. Erst geht’s nach Friedeburg, Amerika und Rußland sowie der Porzellanmanufaktur Blume. Mit ein bisschen Glück können wir dort nicht nur Tee trinken, sondern auch beobachten, wie aus weißem Ton feinstes Porzellan wird. Mit der ostfriesischen Rose auf Tassen, Kännchen, Stövchen und Zuckertöpfchen. Dann nach Wiesmoor und auf jeden Fall auch nach Aurich, in die Stadt, die wir bisher immer nur als Durchfahrstation gesehen haben. Letzte Station ist – wenn die Zeit ausreicht – wieder einmal Greetsiel, die ,,Puppenstube“ an der Nordsee.

Eigentlich sollte es in der zweiten Juniwoche losgehen. So war’s geplant. Doch daraus wird nichts. Der Troll überrascht mich mit einer Tachoanzeige, die permanent auf Null steht. Egal ob er sich im 50-er-Tempo innerhalb einer Ortschaft bewegt oder mit 100 über die Autobahn ,,flitzt“. Da alles Rütteln an den Sicherungen keine Abhilfe schafft, mache ich einen Ausflug zur Werkstatt meines Vertrauens in Rotenburg/Wümme. Der Mechaniker setzt sein Prüfgerät ein und stellt fest: ,,Der Tacho hat den Geist aufgegeben. Da tut sich nichts mehr. Hier muss ein neuer her.“ Neu heißt in diesem Fall, dass der ganze Block am Armaturenbrett ausgewechselt werden muss. Was waren das früher noch Zeiten, wenn der Tacho eines Autos das Zeitliche segnete. War es die rote Nadel für die Anzeige der Geschwindigkeit, wurde sie ausgetauscht. War es die Welle, die vom Getriebe aus das Drehen der Räder übertrug, wurde einfach eine neue eingezogen. Ein paar Mark kostete das und eine Viertelstunde Arbeit.

Diese Zeiten sind längst vorbei. Heute gibt’s keine Welle mehr, die den Tacho antreibt. Elektronik ist angesagt. Daher muss heute der ganze Block ausgewechselt werden samt Tacho, Tank- und Datumsanzeige, samt Uhr und Drehzahlmesser und der Anzeige über die bisher gefahrenen Kilometer. Das kostet. Kostet Arbeits-/Ausbau-/Einbauzeit, ganz zu schweigen vom Preis für das Ersatzteil. Rund 800 Euro, zeigt mir der Werkstattleiter Schwarz auf Weiß. ,,Müssen wir aber erst bestellen. So ’was haben wir nicht auf Lager.“ Dazu kommt dann noch der Arbeitslohn für Aus- und Einbau. Rund zwei Stunden. Macht noch mal einen Hunderter. Der Mann im Overall bestellt also, und wir machen einen neuen Werkstatttermin, sobald die Teile da sind.

Ich habe nun ungewollt Zeit, mich weiter zu informieren. Zeit, auf die ich gern verzichtet hätte. Also werden weiter Reiseführer gewälzt und der PC bemüht. In der Internetbeschreibung unter ,,Großes Meer“ lese ich: Unter den noch erhaltenen ostfriesischen Binnenmeeren ist das zwischen den beiden Städten Aurich und Emden gelegene „Große Meer“ das größte. Der Flachmoorsee am Geestrand hat von Ost nach West eine Breite von rund einem Kilometer und die Entfernung vom nördlichen Seeufer bis zum südlichen Rand beträgt zirka 4,5 Kilometer. Direkte Verbindung besteht mit zahlreichen Gräben und Kanälen, vor allem aber auch mit anderen Binnenseen. Im Nordwesten erstreckt sich das Loppersumer Meer, im Südwesten schließt sich das „Kleine Meer“, auch „Hieve“ genannt, an.

Alle drei Meere sind sogenannte Flachmoorseen. Sie sind aus den Resten größerer Grundwasseransammlungen zurückgeblieben. Mit einer Wassertiefe von etwa 40 Zentimetern bis zu einem Meter. Das Wechselspiel von Abbruch und Anlandung verschiebt das Große Meer allmählich in östliche Richtung. Sehr gut zu erkennen ist dies auch, wenn man alte Flurkarten mit neueren Messtischblättern vergleicht. Wohl auf diese für geologische Zeitabstände äußerst rasche Veränderungen stützt sich auch die Vermutung, auf Teilen des heutigen Seegebiets hätten früher Siedlungen gestanden. Auch die Sage hat dies aufgegriffen und berichtet von einem versunkenen Dorf am Ostufer. Tatsache ist, dass hier wiederholt Pflastersteine und ähnliches gefunden wurden, wie sie früher zum Auslegen von Küchendielen benutzt wurden.

Der Natur- und Landschaftsschutz Ostfrieslands betrachtet dieses Moorgebiet als besonders erhaltenswerte Kostbarkeit. Mit den umgrenzenden Feuchtwiesen und -weiden ist diese Landschaft Brut- und Lebensraum von nationaler Bedeutung und für nordische Zugvögel ein bedeutendes Rast- und Überwinterungsgebiet.

Der Südteil des Großen Meeres ist Naturschutzgebiet und ist deshalb für den Wassersport gesperrt. Der Nordteil bietet Seglern, Surfern und Kanufahrern ein ideales Revier. Nur das Fahren mit Motorbooten ist nicht erlaubt. Der Name „Südbrookmerland“ erinnert an die ursprüngliche Bruchlandschaft. Vom „Norder Tief“ bis zum „Fehntjer Tief“ erstreckte sich eine Niederungszone, die von zahlreichen Binnenseen durchzogen wurde. Die kleineren verlandeten im Laufe der Zeit; das „Große Meer“ aber blieb erhalten und dehnte sich im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit sogar noch aus – die Leybucht schob sich weiter ins Land, hob den Grundwasserspiegel und bildete ein Reservoir im vergrößerten Binnensee „Großes Meer“.

Historisch bildete dieses Gebiet im frühen Mittelalter eine natürliche Grenze zwischen verschiedenen Gauen und der Einflusszone des Bischofs von Münster und des Erzbistums Bremen. Zunehmend wurde dann dieser ehemals menschenleere Raum durch die sogenannte „Innere Kolonisation“ urbar gemacht und für die Reihendörfer erschlossen. Das kommt noch heute in vielen Siedlungsformen zum Ausdruck.

Die Geschichte verlief äußerst wechselvoll. Das Prinzip der mittelalterlichen Selbstverwaltung in der freien Landgemeinde des Brookmerlandes verlor an Bedeutung. Die Häuptlingsfamilie der tom Brook meldete ihre Herrschaft an, verlor diese jedoch später an die Cirksena. Mit deren Aussterben fiel Ostfriesland 1744 an die Preußen, und damit auch das Brookmerland. Kurze Zeit galt hier sogar napoleonisches Recht. Nach den Befreiungskriegen kam das Gebiet ans Königreich Hannover. In dieser Zeit entstanden die politischen Gemeinden, die am 1. Juli 1972 zur Gemeinde Südbrookmerland zusammengefasst wurden.

Niederungs- und Hochmoore

Niederungsmoore entstehen in verlandenden Gewässern. Voraussetzungen für die Entwicklung sind ein hoher Grundwasserstand und nährstoffreiches Wasser. Heute erkennt man die Niederungsmoorgebiete an weiten ebenen Wiesen, die häufig von vielen kleinen Bächen und Gräben durchzogen sind. Sie werden „Meeden“ genannt. Dort, wo diese Landstriche einmal mit Erlen bewaldet waren, findet man in den Ortsbezeichnungen noch hin und wieder den Begriff „Wolden“. In Südbrookmerland gibt es rund um das „Große Meer“ herum eine weite Meedenlandschaft mit reicher Flora und Fauna.

Die ersten Hochmoore in Ostfriesland entstanden wahrscheinlich um 5500 v. Chr. Und zwar im Anschluss an die letzte Eiszeit. Hochmoore steigen weit über den Grundwasserspiegel hinaus. Sie sind auf ein regenreiches Klima angewiesen und nicht vom Grundwasser abhängig. Die wichtigsten Pflanze sind die Torfmoose. Torfmoos benötigt zum Wachstum nur Regenwasser. Alle Nährstoffe werden daraus entnommen. Es kann mehr als das 15-fache seines Gewichtes an Wasser aufnehmen. Jedes Jahr wächst das Torfmoos 1 bis 1,5 mm in die Höhe. Die unteren Schichten sterben ab. So wuchert das Moor immer höher und kann dabei sogar Wälder ersticken. Man findet deshalb in unteren Schichten auch immer wieder Baumstämme, die wegen des Luftabschlusses und der Moorsäuren gut erhalten sind, obwohl sie nicht selten ein Alter von mehreren tausend Jahren haben. Die Hochmoore in Ostfriesland sind sechs bis acht Meter, an manchen Stellen sogar noch mehr Meter mächtig. In ihrem Urzustand waren sie uhrglasförmig gewölbt. Die Hochmoore waren für den Menschen kaum begehbar und wurden deshalb lange gemieden. Nur am Rande wurde hier Torf als Brennmaterial gestochen.

Erst im 17. Jahrhundert n. Chr. begann man mit der planmäßigen Torfgewinnung. Voraussetzung für eine erfolgreiche Kultivierung war eine wirksame Entwässerung über Kanäle und Gräben. So entstand z. B. das Dorf Großefehn südlich von Aurich (1633). Im 18. Jahrhundert wurden unter preußischer Regierung etliche Moorkolonien gegründet, so z. B. auch Moordorf in Südbrookmerland (1767).

Im „Moormuseum Moordorf“ können sich Besucher ein Bild von der traditionellen Geschichte der „Moorhahntjes“ machen. Durch die tiefgreifenden Entwässerungs- und Abbaumaßnahmen während der vergangenen 120 Jahre sind in Ostfriesland fast alle natürlichen Moore verschwunden. Lediglich beim „Ewigen Meer“ hat man durch eine großangelegte Abschottung der Wasserabflüsse ein neues Moorwachstum in Gang gesetzt. Diese und viele andere Moorflächen stehen unter Natur- oder Landschaftsschutz und dürfen nur teilweise betreten werden.

Eine Woche später hänge ich wieder am Telefon. Will wissen, ob das teure Ersatzteil angekommen ist. ,,Ist gestern eingetroffen“, sagt mir der Werkstattleiter. Machen wir einen Termin.“ Weil’s Wochenende ansteht, kann ich erst drei Tage später Rotenburg ansteuern. Dann soll der Austausch erfolgen. Am frühen Montagmorgen überrascht mich ein Anruf: ,,Der Monteur ist heute nicht da. Geht’s auch morgen?“ Das hatte ich mir eigentlich anders vorgestellt. Ich düse also erst Dienstagmittag in Richtung Kreisstadt an der Wümme. Bin zur vereinbarten Uhrzeit in der Werkstatt und kann mich - wenn alles klappt – zwei Stunden später wieder auf den Heimweg machen.

Der Monteur ist schneller als geschätzt. Nach nur einer Stunde steht unser Troll mit neuem Kombiinstrument im Armaturenbrett abholbereit vor der Tür. An den geschätzten Montagekosten von gut hundert Euro hat sich allerdings nichts verändert. Am Ende kostet’s mich einen knappen Tausender.

Am nächsten Tag geht’s ein letztes Mal vor der Sommerpause zum Lungensport. Doch zuvor wird unser Troll reisefertig gemacht. Wird Frischwasser gebunkert, Futter für unseren Vierbeiner und uns an Bord verstaut. E-Bike und Sauerstoffkonzentrator, Pari-Boy (zum Inhalieren) und meine weiteren medizinischen ,,Wundermittel“ deponiert. Unterdessen gibt uns das Tagesgestirn einen Vorgeschmack auf die kommenden Tage. Die Quecksilbersäule des Thermometers klettert immer weiter nach oben. Es wird sehr, sehr warm. Und schwül. Doch endlich sind die Vorbereitungen erledigt. Am morgigen Donnerstag können wir endlich fahren. Ob’s dann – wie im Wetterbericht angekündigt – 30 und Freitag sogar 32 Grad warm wird, bleibt abzuwarten. Ich hoffe nicht.

Wir wachen gegen sieben auf. Ich genieße die letzten Minuten im Bett. Das muss sein. Ingrid lässt schon wenige Minuten vor sieben die Rollläden vor der Terrassentür klappern. Calle muss Pipi machen. Dann wird gefrühstückt und die letzten Sachen an Bord verstaut als da sind der Laptop (ganz wichtig, um unterwegs nichts zu vergessen), Kamera und Hundefutter. Ein paar Salatköpfe aus dem Garten und die passenden Gewürze dazu. Petersilie und Dill. Dann kann’s endlich losgehen. Es ist 8.30 Uhr. Auf unserem Weg Richtung Großes Meer liegt Friedeburg. Mit der Porzellanmanufaktur Blume und der Möglichkeit der Betriebsbesichtigung. Ganz zu schweigen von der Gelegenheit, sich wieder einmal das Service mit der Ostfriesenrose aus der Nähe anzusehen. Quasi nach der „Geburt“, nach der Auferstehung aus weißem Ton unter den Händen der geschickten Töpfer/innen. Dabeisein bei der Bemalung und dem anschließenden Brennen. Das will ich mir, nein, das darf ich mir nicht entgehen lassen. Schon allein aus diesem Grund ist Friedeburg einen Zwischenstopp wert.

 

Es sind gute 90 Kilometer. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen wie in der Vorhersage. Um die 28/29 Grad. Vielleicht auch 30. Eben über 30 sind es zumindest im Troll (mehrfach abgelesen). Durch den Wesertunnel geht’s und vorbei an Wilhelmshaven. Gute Zwei Stunden später sind wir in Friedeburg.

Friedeburg

Friedeburg - das grüne Tor zur Nordsee -, eines der schönsten Erholungsgebiete Ostfrieslands, so behauptet die Eigenwerbung auf der Interseite des staatlich anerkannten Erholungsortes. Und weiter: Entdecken Sie die Geschichte Friedeburgs und erleben Sie die wunderschöne Naturlandschaft mit ihren Gärten, Biotopen und Naturseen. ,,Erkunden Sie Rußland und Amerika an nur einem Tag!“ wirbt Friedeburg. ,,Dies ist nur in Ostfriesland möglich.“ Die beiden Friedeburger Ortsteile ,,Rußland" und ,,Amerika" sind durch einen abwechslungsreichen sieben bzw. acht Kilometer langen Rundwanderweg miteinander verbunden. Dabei kann man zwischen zwei Strecken von unterschiedlicher Länge wählen, wobei beide Strecken am Amerikaplatz mit dem großen Totempfahl und an der schönen Wiesen- und Wallheckenlandschaft vorbeiführen. Ausgangspunkt für die Wanderung ist die Gaststätte Rußlandhof, Rußlandweg. Nach erfolgreicher Wanderung kann man sich in der Touristinformation Friedeburg beurkunden lassen, von Rußland nach Amerika gewandert zu sein. Der Name der Gemeinde leitet sich übrigens von der gleichnamigen Burg ab, die 1359 errichtet und im 18. Jahrhundert geschleift wurde. Sie war bis zu ihrer Zerstörung die größte Festungsanlage Ostfrieslands.

Über die Geschichte der beiden Superstaatsnamen ,,Rußland" (auch nach der Rechtschreibreform mit ß) und ,,Amerika" ist aus alten Schriften und mündlicher Überlieferung Folgendes bekannt:

Rußland In dem Gebiet des jetzigen Ortsteiles Rußland wohnte vor mehr als 100 Jahren ein armer Bauer, der wegen seines rauen Auftretens ,,Russe" genannt wurde. Eine andere Geschichte erzählt, dass der Boden in dem Ortsteil besonders karg war und sich nur schlecht bewirtschaften ließ. Heideflächen wechselten ab mit etwas Moor und undurchdringlichem Gesträuch. Das Land glich nach der Vorstellung der Dorfbewohner den unwegsamen Gegenden Russlands. Eine dritte Version erzählt von einem Köhler (auch Rußer genannt), der hier vor 150 Jahren seine Köhlerhütte bewohnte und aufgrund seiner Arbeit ein ,,verrußtes" Aussehen hatte.

,,Die Art der Namensfindung ist typisch. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden Orte oft nach Ereignissen oder Ideen der ersten Ansässigen benannt. Gerade auch bei den Kolonien in den im Nordwesten häufigen Moorgebieten wurden oft Namen gesucht, die bisher noch nicht so oft vorgekommen waren“, erklärt Albrecht Eckhardt, Leiter der Arbeitsgemeinschaft Landes- und Regionalgeschichte von der Oldenburgischen Landschaft. „Oft kann man die Namen erklären, doch nicht mehr, wie die Menschen auf die Idee gekommen sind“, sagt Eckhardt. Daher gäbe es auch wie bei Rußland oft mehrere Deutungen.