Was soll ich Einzelheiten zum Platz erzählen, hier sind sie: Stellplatz am Hafen, An der Kaje, zentrale Lage direkt am Wasser. Wohnmobilisten sind willkommen in der Seefahrerstadt Elsfleth. Direkt an der Hunte gelegen, in Zentrumsnähe, befindet sich der gepflasterte Wohnmobilstellplatz für 16 Mobile. Zum Zentrum sind es nur 2 Minuten zu Fuß. Eine Übernachtung auf dem Stellplatz ist gebührenpflichtig; eine moderne Ver- und Entsorgungsstation (Frischwasser-Versorgung, Abwasser-Entsorgung, Fäkalien-Entsorgung und Strom-Versorgung) befindet sich direkt am Stellplatz. Ihnen stehen die Sanitäranlagen an der Touristik-Information (100 m) zur Verfügung. Eine Informationstafel beim Stellplatz gibt erste wichtige Informationen über die Stadt.
Stellplatz-Infos: Stellplatzgebühr pro Nacht/24 Std.: 8,- Euro, Frischwasser-/Abwasser-Versorgung: 1,- Euro, Abwasser-Entsorgung: kostenlos, Fäkalien-Entsorgung: kostenlos, Strom-Versorgung: 1,- Euro/12 Std. (zwei Stromsäulen mit jeweils 8 Anschlüssen, direkt am Stellplatz), Toiletten: ca. 100 m (Zahlencode bei der Touristik-Information), kostenlos, Duschen: ca. 100 m (Zahlencode bei der Touristik-Information), 2,- Euro, Müllentsorgung: am Stellplatz kostenlos, sonst 2,- Euro (Schlüssel bei der Touristik Information), Touristik-Information: ca.100 m
Strandnähe: ca. 900 m, Imbiss/Restaurant: 100 m, Brötchen/Zeitung: 200 m, Innenstadt/Altstadt: ca. 150 m, Apotheke: 80 m, Lebensmittelladen: ca. 500 m, Bank/Geldautomat: 150 m.
Folgende Rabatte erhalten gibt’s bei Vorlage des Stellplatz-Tickets (gemeint ist der Parkschein aus dem Automaten): 50 % Ermäßigung für das Schifffahrtsmuseum Elsfleth für 1 Pers., 50 % Ermäßigung für das Hallenbad für 1 Pers., 1,- Euro Ermäßigung ab einem Verzehr von 10,-Euro im Restaurant „Panorama“ , 1,- Euro Ermäßigung im „Stadtcafé“ ab einem Einkauf von 5,- Euro, 1,- Euro Ermäßigung ab einem Verzehr von 10,- Euro in der Eisdiele „La Veneziana“, ein Ouzo extra im Restaurant „Alexis Zorbas“ Öffnungszeiten des Stellplatzes an der Kaje: Ganzjährig. Bei größeren Veranstaltungen wie zum Beispiel den ,,Elsflether Seefahrtstagen“ an der Elsflether Kaje ist der Wohnmobilstellplatz  geschlossen. Dann geht dort die Post ab. Mit einer Bummelmeile, mit Traditionsschiffen und mit dem Kutterrennen der Seefahrtsschule.

Der Wind, der mich in Butjadingen fast vom Deich geweht hätte und auf der Rückfahrt über viele Kilometer begleitete, ist hier nur ein laues Lüftchen. So geht’s denn nach dem  Einchecken per pedes in die Altstadt mit ihrer Fußgängerzone. Elsfleth ist mit der Zeit gegangen, stelle ich fest. Hat eine hübsche Fußgängerzone, auf der das Flanieren Freude macht. Hat ein breites Angebot an Fachgeschäften und Gaststätten. Was mich allerdings stört, ist der Preis. Da kostet zum Beispiel eine Bratwurst mit Pommes und kleinem Salat 11,50 Euro, eine Frikadelle, Rotkohl und kleinem Salat 11,- Euro. Ehrlich: In den Nordseebädern mit echten Touristenströmen gibt’s das preisgünstiger. Also kehren wird nach dem Trip zum Troll zurück und halten uns an Tortellini von Bonta d’ Italia. Meine Ingrid hat mir außerdem ein dickes Stück Lasagne warmgemacht. Echt lecker. Beides haben wir Zuhause preisgünstig im Supermarkt erstanden.

Um das Elsflether Hinterland vor den Sturmfluten zu schützen, wurde von 1976 bis 1979 das Huntesperrwerk gebaut, Europas größte Küstenschutzanlage ihrer Art (Bild rechts). Das Sperrwerk ist ca. 120 m breit, die Öffnungen für die Schifffahrt sind jeweils für eine Fahrtrichtung 26 m breit. Fußgänger und Fahrradfahrer können zu jeder vollen Stunde über das Huntesperrwerk die Weserhalbinsel ,,Elsflether Sand" erreichen. Mit dem Bau des Huntesperrwerkes wurde 1978 der neue Sportboothafen geschaffen, einer der schönsten Sportboothäfen der Nordseeküste. Mittels eigener Schleuse sind die rund 120 Boote nicht der Tide ausgesetzt. Der Sportboothafen bietet Vereinsmitgliedern und Gastliegern traumhafte Liegeplätze sowie Bootshallen, Gaststätte, Grillplatz, Spielplatz und Angelmöglichkeiten. Segel- und Surfkurse, auch für kleinste Skipper runden das Angebot ab. Den späten Nachmittag versaut uns das Wetter. Im wahrsten Sinne des Wortes. Es klatscht nur so auf die Scheiben des Troll. Der Himmel gleicht einer blauschwarzen Wand. Zwischendurch kurze Pausen. Dann geht’s weiter. Da wird’s nichts mehr mit einem zweiten Ausgang in die Stadt, die ich zuletzt vor mehr als fünfzig Jahren besucht habe. Und beim täglichen Telefonat erfährt meine Ingrid von ihrer Schwester, dass das so bis in den Mai bleiben soll. Da kommt ja beinahe Freude auf. Freude, weil wir morgen den Heimweg  Richtung Steden antreten werden. Dann kann das Wetter mich mal . . .

Kaum zu glauben. Beim Aufwachen lacht die Sonne vom azurblauen Himmel. Der heftige Dezember,,sturm“ hat sich gelegt. Es scheint ein schöner Tag zu werden. Scheint, aber wird nicht. Schon beim Frühstück ziehen die ersten Wolken auf. Weiße und graue, blauschwarze und regenverdächtige. Die recht frische Brise, die mir den Atem nimmt, kehrt zurück. Es dauert nicht lange, bis die ersten Schauer über Wohnmobile (in Elsfleth waren von 16 Plätzen nur drei belegt - ein Niederländer, ein Estländer und wir) über die auf der Hunte vorbeifahrenden Schuten, über den Dreimaster, die ,,Großherzogin Elisabeth“- auf der übrigens auch Tagesfahrten gebucht werden können - über Gerechte und Ungerechte niedergeht. Und das sollte mit Unterbrechungen auch den ganzen Tag so bleiben.

In den Regenpausen machen wir - meine Ingrid und ich - den Troll reisefertig. Für die letzten Kilometer dieser ersten Fahrt in 2017. Entsorgen Kassette und Grauwassertank. Winken dem Ticket-Kontrolleur einen freundlichen Guten Morgen zu und düsen dann ab. Auf den Straßen bis Steden begleiten uns neben den Regenschauern auch Schnee und Hagel. An den Rändern sieht es zum Teil so aus, als wenn der Winter gerade angefangen hätte. Nach einer guten Stunde machen wir im Heimathafen fest.

Positiv gesehen hatten wir in den vergangenen acht Tagen alles, was der Himmel zu bieten hat: blauen Himmel, Regentage, stundenweise Frühlingswetter, stundenweise Herbst und Winter, Bodenfrost, Windstille, Frühlings-/Herbststürme, Stellplätze bei denen ich nicht sicher war, ob ich auf durchweichtem Untergrund die feste Straße erreichen würde und Plätze mit Pflaster, die bei jeder Witterung selbst einem Fahranfänger keine Schwierigkeiten bereiteten.