Stadtgeschichte In Urkunden ist erstmals 1183 von einer Stadt die Rede. Die Siedlungs geschichte reicht aber in sehr viel frühere Jahrhunderte zurück. So wurden mit der Siedlung Gimundi - im späteren Gebiet von Altmünden - schon um das Jahr 800 die Abteien in Fulda und Corvey beschenkt. Neue Untersuchungen belegen, dass es auch lange vor dem vierten Quartal des 12. Jahrhunderts eine Besiedlung am Platz der heutigen Stadt Hann. Münden gab, auch wenn die erste urkundliche Erwähnung der Stadt auf den 15. August 1183 datiert. Seit Herzog Otto (,,dem Kind") - der sich 1247 das überwiegend aus den Eigengütern seines Großvaters Heinrich dem Löwen geschaffene Herzogtum Braunschweig-Lüneburg Münden einverleibte - waren die Welfen bis 1866 die Herren der Stadt. Am lebhaftesten ist in Münden aber die Erinnerung an ein anderes Mitglied des welfischen Herzogshauses, die Herzogin Elisabeth, eine geborene Prinzessin von Brandenburg. Sie gilt als „Mutter der Reformation“ in Stadt und Umland von Hann. Münden. 1542 führte sie mit Hilfe des Theologen Antonius Corvinus die Lehre Luthers im Fürstentum Calenberg-Göttingen ein.

Wiederholt war die Stadt im Laufe ihrer Geschichte in kriegerische Auseinandersetzungen einbezogen. So belagerte Herzog Heinrich II. von Braunschweig-Lüneburg im Jahr 1553 Münden. Als die Essensvorräte in der Stadt knapp wurden und die Menschen anfingen, unter Hunger zu leiden, kapitulierte Münden. Die Fürstin Elisabeth wurde aus der Stadt vertrieben und flüchtete nach Hannover. Eine weitaus blutigere Niederlage erlitt Münden, als die Truppen von Johann t’Serclaes von Tilly die Stadt 1626 einnahmen, plünderten und ein Blutbad anrichteten. Es scheint, als habe die Dreiflüssestadt den Angreifern nichts entgegensetzen können. Am Ende der Schlacht wurde Münden eingekesselt und innerhalb weniger Stunden sturmreif geschossen. Etwa 2000 Einwohner wurden getötet und die Stadt geplündert. Im Siebenjährigen Krieg erlebte Münden zwischen 1757 und 1762 wiederholt die Besetzung von französischen Truppen.

In der Anfangszeit bestand durch ihre Lage an Werra und Fulda im Norden und Westen ein natürlicher Schutz. An der Süd- und der Ostseite war ein zusätzlicher Schutz durch Wall und Graben erforderlich. Um 1460 wurde auf der Landseite der Stadtgraben angelegt. Die Bewaffnung bestand laut einer Überlieferung aus dem Jahr 1460 aus 46 Kanonen und 79 Hakenbüchsen. Die Befestigung bestand aus einer im Mittelalter entstandenen Stadtmauer mit Wehrtürmen und Stadttoren. Von den 26 Türmen, Bollwerken und Pforten haben sich bis heute 12 Bauwerke und einzelne Partien der Stadtmauer, teilweise nur rudimentär, erhalten. Die rund 1,7 km lange und durchschnittlich 4,2 Meter hohe Mauer umgab die gesamte Stadt.

In der Anfangszeit bestand durch ihre Lage an Werra und Fulda im Norden und Westen ein natürlicher Schutz. An der Süd- und der Ostseite war ein zusätzlicher Schutz durch Wall und Graben erforderlich. Um 1460 wurde auf der Landseite der Stadtgraben angelegt. Die Bewaffnung bestand laut einer Überlieferung aus dem Jahr 1460 aus 46 Kanonen und 79 Hakenbüchsen. Die Befestigung bestand aus einer im Mittelalter entstandenen Stadtmauer mit Wehrtürmen und Stadttoren. Von den 26 Türmen, Bollwerken und Pforten haben sich bis heute 12 Bauwerke und einzelne Partien der Stadtmauer, teilweise nur rudimentär, erhalten. Die rund 1,7 km lange und durchschnittlich 4,2 Meter hohe Mauer umgab die gesamte Stadt.

Eine Stadt mit drei Namen: Münden, Hannoversch Münden und Hann. Münden. Der Name der Stadt hat früher zu einiger Verwirrung geführt. Ursprünglich wurde der Ort am Zusammenfluss von Werra und Fulda ,,Münden" genannt, wahrscheinlich als Hinweis auf die Lage der Stadt am Beginn der Weser, die von Werra und Fulda gespeist wird. Dieser Name führte jedoch immer wieder zu Verwechslungen mit der ähnlich klingenden Stadt Minden, die auch an der Weser liegt. Bei der Post kam es regelmäßig zu Missverständnissen, so dass Briefe, die für Münden bestimmt waren, in Minden ankamen.

Um dem Verwirrspiel ein Ende zu setzen, beschloss die Stadt, ihrem Stadtnamen die Bezeichnung Hannoversch hinzuzufügen, die Stadt also Hannoversch Münden zu nennen. Mit diesem Zusatz sollte die Stadt künftig von ,,Preußisch" Minden unterschieden werden. Diese Bezeichnung blieb auch nach der Anektion des Königreichs Hannover durch die Preußen (1866) bestehen, da sich die Mündener Geschäftsleute heftig gegen eine Namensänderung zur Wehr setzten. Als Begründung nannte der Mündener Magistrat, dass man in der Geschäftswelt ungern Adressänderungen durchführe und man bei den Briefköpfen und Stempeln bleiben möchte. Die Bahn war bis zu dieser Zeit bei der Bezeichnung ,,Münden" für die Ortsnamensschilder geblieben. Erst nach einer Beschwerde der Handelskammer Göttingen, die im Interesse Mündener Geschäftsleute klagte, wurde die Bahnstation 1891 in ,,Münden (Hannover)" umbenannt. Denn Frachtsendungen, die für Münden i/H bestimmt waren, landeten mitunter immer noch in Minden i/W, Münder a/D(eister) oder sogar München.

Bis zur Einheitlichkeit der Namensnennung in der postalischen und der bahnamtlichen Bezeichnung, dauerte es noch einmal rund 18 Jahre. Der Kompromiss für die Bezeichnung lautete ,,Hann. Münden", die Stadt selbst hieß amtlich jedoch weiterhin ,,Münden". Die korrekte Anschrift lautete also ,,Stadt Münden, Postfach 1528, 3510 Hann. Münden". Erst 1990 beschloss der Rat der Stadt den amtlichen Namen der Stadt offiziell in ,,Hann. Münden" zu ändern. Dieser Beschluss wurde 1991 wirksam.

Fachwerkjuwel Hann. Münden ist ein echtes Fachwerkjuwel. Die Altstadt ist als Flächendenkmal ausgewiesen und denkmalgeschützt. Hann. Münden blieb glücklicherweise von schwerwiegenden Bränden und Kriegsschäden verschont, sodass heute noch mehr als 700 Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten in der Altstadt erhalten sind. 79 Prozent der Gebäude innerhalb des Mauerrings sind mit Sichtfachwerk ausgestattet. 272 Gebäude stammen aus Zeiten des Barock und der Renaissance. Das älteste Fachwerkhaus entstand um das Jahr 1400. Hierbei handelt es sich um eine gotische Konstruktion. Bei einem Spaziergang lässt sich das vielfältige Fachwerkensemble entdecken. Viele der Häuser sind mit mehrgeschossigen Aufbauten, den sogenannten Zwerchhäusern, verziert. Außerdem sind Inschriften, Erker, historischen Türen und Portale zu finden. Die Schmuckmotive orientieren sich dabei oft am Thema Wasser, das durch die drei Flüsse Fulda, Werra und Weser in der Stadt allgegenwärtig ist.

Bereits seit den 1960-er Jahren und als eine der ersten Städte Deutschlands beschäftigt die Stadt Hann. Münden ehrenamtliche und hauptberufliche Stadtbild- und Denkmalpfleger. Zahlreiche Auszeichnungen, wie z. B. die Goldmedaille im Bundeswettbewerb „Stadtgestalt und Denkmalschutz im Städtebau“ oder die Auszeichnung „Europa Nostra“ unterstreichen dies. In Hann. Münden wurde die Idee der „Deutschen Fachwerkstraße“ mitbegründet. 1990 ins Leben gerufen, erstreckt sie sich von der Elbe im Norden über die Oberlausitz im östlichen Sachsen bis hin zum Bodensee im Süden, führt mit sieben Regionalstrecken durch die Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Hessen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg.

Das Rathaus Im Zentrum des historischen Stadtkerns liegt einer der schönsten Repräsentativbauten der Weserrenaissance - das Mündener Rathaus. Seit dem Mittelalter Sitz der örtlichen Obrigkeit. Hier befinden sich neben zwei Ausstellungsräumen auch Teile der Stadtverwaltung, das Standesamt und die Tourist-Information. Das Rathaus wurde in den Jahren 1603 bis 1618 durch den Lemgoer Baumeister Georg Crossmann gebaut. Die Reste eines Staffelgiebels aus dem 14. Jahrhundert sind an der Südseite des Gebäudes zu erkennen. Das Bauwerk wird besonders geprägt durch die Renaissancefassade aus dem Jahr 1603, das Glockenspiel und die prächtige Eingangstür. Den Kern bildet ein gotischer Saalbau aus dem 14. Jahrhundert. Zu entdecken gibt es am Rathaus aber auch Holzherzchen der Hochzeitspaare, Inschriften und Wappen, Hochwassermarken und die Elle neben dem Schmuckportal, die Maßeinheit zu Zeiten des früheren Markttreibens. In der unteren Rathaushalle, dem ehemaligen ,,Koph-Hus“, erzählen Wandmalereien Auszüge aus der Stadtgeschichte. In der oberen Rathaushalle, dem ehemaligen ,,Hochtiedshusaquo“ (Hochzeitshaus) finden heute Ausstellungen statt.

Das Welfenschloss Münden ist ein früheres Schloss, das in die mittelalterliche Stadtbefestigung Münden einbezogen war. Die heute aus zwei Gebäudeflügeln bestehende Schlossanlage wurde ab 1501 von Herzog Erich I. von Lüneburg-Braunschweig als Residenzschloss mit Verwaltungssitz im gotischen Stil errichtet. Als das Welfenschloss 1560 durch einen Brand zerstört wurde, ließ es Herzog Erich II. ab 1571 im Stil der Weserrenaissance bzw. niederländischen Renaissance als Vierflügelanlage wieder aufbauen. Bei seinem Tod 1584 war der Bau unvollendet und verlor an Bedeutung, da die welfischen Landesherren es nur noch vereinzelt als Aufenthaltsort nutzten. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg wurde das Schloss als Kaserne und später als Kornspeicher genutzt. Ab 1973 zog das Land Niedersachsen die im Schloss untergebrachten Landeseinrichtungen wegen Zentralisierungen in Folge der niedersächsischen Gebietsreform ab. Danach stand der Schlossbau weitgehend leer und es drohte der Verfall.

Da bei der Stadt Hann. Münden Platzbedarf für kulturelle Einrichtungen herrschte, überließ 1980 das Land Niedersachsen der Stadt das Schloss mit einem langfristigen Mietvertrag in eigentumsähnlicher Funktion. Zwischen 1981 und 1987 erfolgten für die neue Nutzung unter Beachtung des Denkmalschutzes umfangreiche Baumaßnahmen. Dabei wurden aus statischen Gründen die Holzdecken vielfach durch Stahlbetondecken ersetzt. Das Schloss beherbergt seitdem das Stadtarchiv, die Stadtbücherei, das Amtsgericht Hann. Münden und das Städtische Museum. Der Ritter- und der Lepantosaal wurden zu großen Räumen für Vortrags- und Kulturveranstaltungen hergerichtet.